background

Compliance

Mehr...

CODE OF CONDUCT

I. Präambel

Die vitronet GmbH und ihre Tochtergesellschaften (zusammen „vitronet“, „wir“ oder „uns“) handeln verantwortlich und sind sich ihrer Verantwortung gegenüber Kunden, Geschäftspartnern, Gesellschaftern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern* bewusst. Es ist Teil der Unternehmenskultur und soll eine Selbstverständlichkeit für alle Mitarbeiter sein. vitronet verpflichtet sich in diesem Zusammenhang bei allen geschäftlichen Handlungen und Entscheidungen, die jeweils geltenden Gesetze zu beachten.

Der Verhaltenskodex beschreibt Ziele und Regeln, die unsere Verpflichtung zu verantwortungsbewusstem, ethisch einwandfreiem und rechtmäßigem Handeln widerspiegeln. Sofern nationale Gesetze restriktivere Regelungen aufweisen als die bei vitronet geltenden Vorschriften, geht das nationale Recht vor. Jedes vorwerfbare und bewusste Fehlverhalten gegen den Kodex ahnden wir im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften ohne Ansehen von Rang und Position der handelnden Person im Unternehmen. Dies gilt insbesondere bei korruptem Verhalten und bei Schädigung unseres Vermögens durch strafbare Handlungen.

II. Geltungsbereich

Dieser Verhaltenskodex ist verbindlich für jedes Unternehmensmitglied von vitronet, gleichgültig ob Geschäftsführung, Führungskraft oder Mitarbeiter. Die Mitglieder der vitronet Geschäftsführung und alle sonstigen Führungskräfte trifft hinsichtlich der Beachtung des Verhaltenskodex eine Vorbildfunktion.

vitronet pflegt vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen zu seinen Lieferanten, Dienstleistern, Auftragnehmern und anderen Dritten, die für vitronet Tätigkeiten ausführen oder voraussichtlich ausführen werden (insgesamt nachfolgend „Geschäftspartner“ genannt). Aus diesem Grund macht es sich vitronet zur Aufgabe, die hier statuierten Grundsätze auch Geschäftspartnern zu vermitteln und bestmöglich zu fördern. vitronet empfiehlt ferner seinen Geschäftspartnern, ihrerseits ihre Geschäftspartner aufzufordern, die Regelungen dieser Verhaltensrichtlinie zu befolgen.

III. Unternehmerische Grundwerte

Im Umgang miteinander sind wir respektvoll und fair. Dasselbe gilt für unsere Beziehungen zu Kunden, Partnern, Lieferanten, Wettbewerbern, Gesellschaftern und anderen Marktteilnehmern, Behörden sowie sonstigen Personen und Institutionen. Das Verhältnis soll von einer Kultur der wertschätzenden und verantwortungsvollen Zusammenarbeit geprägt sein.

1. Respektvoller Umgang

vitronet lebt die Maxime einer diskriminierungsfreien Kultur, in der die Vielfalt und Verschiedenheit der Beschäftigten als Chance begriffen und in der allen gleichermaßen Respekt und Achtung entgegengebracht werden. Aus diesem Grund fördern wir Chancengleichheit und unterbinden Diskriminierung.

Darüber hinaus begegnen wir unseren Kollegen, Mitarbeitern, Lieferanten, Behörden und anderen Dritten freundlich, sachbetont und respektvoll.

2. Fairer Wettbewerb

Wir bekennen uns zu fairem Wettbewerb in allen geschäftlichen Beziehungen.

Im Umgang mit Wettbewerbern beteiligen wir uns nicht an Absprachen über Preise, Preiserhöhungen, Konditionen oder Kapazitäten, Gewinn, Gewinnmargen, Kosten, Vertriebs- und Marketingmethoden oder andere wettbewerbsrelevante Faktoren. Solche Absprachen werden von uns auch nicht geduldet.

Absprachen mit Wettbewerbern über einen Wettbewerbsverzicht, über die Einschränkung der Geschäftsbeziehungen zu Lieferanten, über die Abgabe von Angeboten bei Ausschreibungen oder die Aufteilung von Kunden, Märkten, Gebieten oder Produktportfolios sind verboten. Unternehmerische Entscheidungen werden unabhängig und ohne Austausch mit Wettbewerbern getroffen.

3. Keine Bestechung und keine Korruption

Wir dulden keine Bestechung oder Korruption, weder von Amtsträgern noch im geschäftlichen Bereich. Wir achten darauf, dass wir auch nur den bloßen Anschein einer Einflussnahme auf oder durch unsere Kunden und Geschäftspartner vermeiden. Dies gilt insbesondere im Geschäftsverkehr mit Behörden und öffentlichen Institutionen sowie deren Vertretern. Wir bieten unseren Kunden und deren Entscheidungsträgern keine unerlaubten Vorteile an und nehmen auch selbst keine an.

3.1 Geschenke und Einladungen im geschäftlichen Bereich

Geschenke und Einladungen im geschäftlichen Bereich sind weltweit bei der Abwicklung von Geschäften relativ üblich. Weder das Annehmen bzw. Gewähren von Geschenken noch gegenseitige Einladungen sind im Grundsatz rechtswidrig.

Geschenke und Einladungen gegenüber Geschäftspartnern oder Kunden können jedoch den Vorwurf der Bestechung im geschäftlichen Verkehr begründen, wenn sie mit der Absicht angeboten oder angenommen werden, Geschäftsentscheidungen in unzulässiger Weise zu beeinflussen oder um einen unzulässigen Vorteil zu erhalten. Die Frage, ob Geschenke und Einladungen gewährt oder angenommen werden dürfen, hängt immer von den Umständen des Einzelfalls ab (z.B. Grund, Zeitpunkt, Etikette). Das Gewähren und Annehmen von Geschenken und Einladungen muss auch den Regelungen der Organisation der anderen Partei entsprechen und hat offen und transparent zu erfolgen.

Die nachfolgenden Kriterien und Beispiele sind jederzeit einzuhalten:

  • Wert und Angemessenheit auf sozialer Ebene: abgesehen von kleineren geschäftlichen Gefälligkeiten von geringem Wert, können Geschenke nur gewährt werden, wenn es die Etikette verlangt (z.B. im Fall von Einladungen zu offiziellen Veranstaltungen oder Geschäftsjubiläen).
  • Transparenz und überwiegende Geschäftskomponente: Geschenke und Bewirtungen müssen mit einem klaren und berechtigten Geschäftszweck in Verbindung stehen. Einladungen dürfen ausschließlich an die Geschäftsadresse des Empfängers versandt werden. Sie dürfen nicht den Zusatz „privat/vertraulich/nicht von Assistenten zu öffnen“ enthalten.

Folgende Zuwendungen sind nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung der Geschäftsführung erlaubt:

  • Zuwendungen von oder an Geschäftspartner, mit denen sich vitronet in einer Anbahnungs- bzw. Angebotsphase befindet, da in diesen Fällen ein besonders großes Beeinflussungspotential besteht.
  • Einladungen zu Entertainmentveranstaltungen wie Fußballspiele.

Unabhängig vom Wert sind jedoch folgende Zuwendungen grundsätzlich verboten:

  • Geldgeschenke, Bargeld oder bargeldähnlichen Zuwendungen (z.B. Schecks, Überlassung von Kreditkarten etc.).
  • Geschenke oder Einladungen zugunsten von Familienangehörigen oder nahestehenden Personen von Geschäftspartnern.

Die nachfolgenden Fragen dienen als Leitfaden für Geschenke und Bewirtungen:

  • Entspricht das Geschenk oder die Bewirtung eher einer privaten Gefälligkeit und weniger dem Interesse von vitronet?
  • Steht dieses spezielle Geschenk oder diese spezielle Bewirtung in materieller oder zeitlicher Verbindung mit einer bevorstehenden Geschäftsentscheidung? Kann ich diese Entscheidung beeinflussen?
  • Wird das Geschenk heimlich besprochen? Sende ich es an eine private Anschrift? / Wird es an meine private Anschrift gesendet? Erscheint es „dubios“ oder „unangemessen“, das Geschenk bzw. die Bewirtung zu gewähren bzw. anzunehmen?
  • Könnte der Geber oder ich in Schwierigkeiten geraten, wenn die Art der Zustellung oder der Wert des Geschenks bekannt wird?

Sollte eine dieser Fragen mit „ja“ beantwortet werden, muss die Compliance-Beauftragte kontaktiert werden.

3.2 Besonderheiten im öffentlichen Bereich

Der öffentliche Sektor ist ein wichtiger Kunde von vitronet. Die Beschäftigten von vitronet beachten und befolgen daher sämtliche Regeln zur Vermeidung unerlaubter Beeinflussung im öffentlichen Ausschreibungsverfahren und zur Sicherstellung eines fairen Wettbewerbs. Deshalb gelten über die oben genannten Regeln hinaus folgende Wertgrenze im Zusammenhang mit der Gewährung von Geschenken und Einladungen an Amtsträger.

Ohne schriftliche Zustimmungen ist es erlaubt, verkehrsübliche Geschenke und Einladungen an Amtsträger anlässlich eines Geburtstags, eines Geschäftsjubiläums oder an Weihnachten bis zu einem Wert von EUR 15,00 zu gewähren. Das Anbieten von Geschenken oder Einladungen an Amtsträger über EUR 15,00 ist nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung der Compliance-Beauftragten erlaubt.

Amtsträger sind bezahlte oder unbezahlte, in Vollzeit- oder Teilzeit tätige Beamte oder Mitarbeiter

  • jeder nationalen, regionalen oder lokalen Regierung,
  • von Staatsunternehmen oder staatlichen Unternehmen (im vollständigen oder teilweisen (<50%) Eigentum oder unter der vollständigen oder teilweisen (<50%) Kontrolle), oder von Regierungsbehörden oder Ministerien weltweit,
  • Mitarbeiter von Stadtwerken,
  • jede Person, die als Staatsbeamter oder Beauftragter der Regierung gewählt oder ernannt wurde,
  • jede Person, die eine Position in der Exekutive, Legislative, Judikative oder der Verwaltung innehat,
  • jeder Vertreter einer politischen Partei, jede Amtsperson oder jeder Kandidat für ein politisches Amt oder deren Vertreter oder
  • eine Person, die Amtsperson, Mitarbeiter oder Vertreter einer internationalen Organisation ist (z.B. Vereinte Nationen, Weltbank).

3.3 Spenden und Sponsoring

vitronet erbringt Spenden und andere Formen des gesellschaftlichen Engagements ausschließlich im Unternehmensinteresse und auf freiwilliger Basis, ohne dafür geschäftliche Vorteile als Gegenleistung zu erwarten. Wir spenden nur für nachweislich wissenschaftliche, gemeinnützige oder kulturelle Zwecke. Sponsoring setzen wir ausschließlich für Marketing ein. Spenden und Sponsoringaktivitäten an Einzelpersonen, auf Privatkonten und an Personen oder Organisationen, die den Interessen oder dem Ruf von vitronet schaden könnten, werden nicht gewährt.

4. Vermeidung von Interessenkonflikten

Geschäftliche Handlungen oder Entscheidungen, die durch persönliche oder private Interessen beeinflusst werden, können den Unternehmensinteressen entgegenstehen. Aus diesem Grund sollten wir unsere Vorgesetzten über Beziehungen zu Personen oder Unternehmen, mit denen vitronet Geschäfte tätigt, die zu Interessenskonflikten führen könnten – wie z. B. Verwandtschaftsverhältnisse, Partnerschaften, Geschäftspartnerschaften oder Investitionen – in Kenntnis setzen. Treten sie trotzdem auf, sind sie unter Beachtung von Recht und Gesetz sowie der geltenden Konzernrichtlinien zu lösen.

5. Geldwäscheprävention

vitronet kommt seinen gesetzlichen Verpflichtungen zur Geldwäscheprävention nach und beteiligt sich nicht an Geldwäscheaktivitäten. Es werden ferner alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um Geldwäsche im Einflussbereich von vitronet zu unterbinden. Hierzu zählt auch, dass sämtliche Beschäftigten dazu angehalten sind, die Gesetze und Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche strikt einhalten.

IV. Umgang mit Informationen

1. Berichterstattung

vitronet legt Wert, auf eine korrekte und termingerechte Berichterstattung. Dies gilt sowohl gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern, der Öffentlichkeit im Allgemeinen und staatlichen Institutionen. Die im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit von unseren Beschäftigten angefertigten Dokumente und Aufzeichnungen müssen richtig und vollständig sein. Jeder Mitarbeiter achtet darauf, dass die geltenden gesetzlichen Regeln und Standards befolgt werden.

2. Vertrauliche Unternehmensinformationen/Insiderinformationen

Wir unternehmen die notwendigen Schritte, um vertrauliche Informationen und Geschäftsunterlagen vor dem Zugriff und dem Einblick nicht beteiligter Kollegen und sonstiger Dritter in geeigneter Weise zu schützen.

3. Datensicherheit

Die Sicherheit von Daten ist für vitronet von überragender Bedeutung. Daher schützt vitronet Unternehmensdaten, Kunden-, Geschäftspartner- und Mitarbeiterdaten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln vor unberechtigtem Zugang, unbefugter und missbräuchlicher Verwendung, Verlust und vorzeitiger Vernichtung. Das geschieht unter Wahrung des jeweiligen Rechtsrahmens und der nationalen Gesetze sowie interner Richtlinien und Regelungen.

4. Datenschutz

vitronet ergreift eine Vielzahl von technischen und organisatorischen Maßnahmen, um die Vertraulichkeit von persönlichen Daten sicherzustellen. Wir halten uns konsequent an die Datenschutzbestimmungen und respektieren und beachten insbesondere die umfassenden Rechte der Personen, deren Daten wir erheben, verarbeiten und nutzen.

5. Schutz des Unternehmenseigentums

Wir sind für den Schutz und die sachgerechte Nutzung des Eigentums von vitronet verantwortlich. Die private Nutzung von Unternehmenseigentum, einschließlich Arbeitsleistungen, Hilfs- und Betriebsstoffen, Ausrüstungen, Gebäuden und sonstigen Wirtschaftsgütern, ist – soweit nicht durch gesonderte Vereinbarungen ausdrücklich gestattet – untersagt. Geistiges Eigentum ist ein wertvolles Gut, das vor unbefugter Verwendung und Offenlegung zu schützen ist. Geistiges Eigentum umfasst Geschäftsgeheimnisse, vertrauliche Informationen, Urheberrechte, Handelsmarken und Logos sowie Kundenlisten, Geschäftschancen und Produktspezifikationen.

6. Rechtliche Verfahren

Wir haben alle Tätigkeiten zu unterlassen, die vitronet in ungesetzliche Praktiken verwickeln könnten. Das betrifft den Personaleinsatz ebenso wie den Einsatz von Betriebsvermögen. Auf Klagen, Gerichtsverfahren und Ermittlungen, die vitronet betreffen, ist zum Schutze und zur Verteidigung des Unternehmens zügig und angemessen zu reagieren. Mitarbeiter, denen in einer geschäftlichen Angelegenheit eine Klage, ein sonstiges Gerichtsverfahren oder eine Ermittlung droht, haben sich unverzüglich mit ihrer Rechtsabteilung in Verbindung zu setzen.

V. Informations- und Meldewege

1. Informationen

Um schwierige Entscheidungen zu treffen oder vitronet bei der Verwirklichung unseres Verhaltenskodex zu unterstützen, benötigen Sie unter Umständen Hilfe. Dabei haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

  • Sprechen Sie mit Ihren Vorgesetzten.
  • Informieren Sie sich bei Ihrer Personalabteilung.
  • Bei Fragen zum Verhaltenskodex wenden Sie sich bitte an Frau Julia Thomson,
    E-Mail: Enable JavaScript to view protected content..

2. Meldung eines Verstoßes

Sollten Sie Kenntnis von einem möglichen Verstoß gegen diesen Verhaltenskodex erhalten, ermutigen wir Sie, dies mitzuteilen. Sie können sich an Ihre Vorgesetzten wenden, Ihre Personalabteilung ansprechen oder unsere Compliance-E-Mail: Enable JavaScript to view protected content. nutzen.

Die Compliance-E-Mail können Sie über ein webbasiertes System erreichen. Ihre Mitteilung wird vertraulich behandelt. Mitarbeiter, die in gutem Glauben Informationen über die Nichteinhaltung des Verhaltenskodex melden, werden nicht benachteiligt.

Im Interesse einer offenen Arbeitsatmosphäre und zur Ermöglichung einer effizienten Bearbeitung Ihrer Meldung bitten wir Sie, bei der Meldung eines möglichen Verstoßes Ihren Namen anzugeben.

Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, so akzeptieren wir auch anonyme Meldungen. Informationen über die Identität der Mitarbeiter, die einen möglichen Verstoß gemeldet haben, müssen jedoch unter Umständen gegenüber den an den Ermittlungen oder einem anschließenden Gerichtsverfahren beteiligten Personen oder Behörden offengelegt werden, sofern das anwendbare Recht dies erfordert.

VI. Selbstkontrolle des eigenen Verhaltens

Anhand der folgenden Kontrollfragen soll den Mitarbeitern von vitronet eine erste Einteilung hinsichtlich der Zulässigkeit des infrage stehenden Verhaltens ermöglicht werden.

  • Ist meine Handlung oder Entscheidung legal?
  • Entspricht sie Wort und Geist dieses Kodex sowie ggf. weiterer Konzernleitlinien?
  • Ist sie richtig und frei von persönlichen Interessen?
  • Hält meine Handlung oder Entscheidung einer öffentlichen Prüfung stand? Wie würde sie in einer Zeitungsmeldung wirken?
  • Schützt meine Handlung oder Entscheidung den Ruf von vitronet?

Können Sie alle Fragen mit „Ja“ beantworten, dann ist die Handlung oder Entscheidung höchstwahrscheinlich korrekt und stimmt mit den hier festgesetzten Leitlinien überein. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wenden Sie sich an die zuständige unternehmensinterne Stelle um das geplante Verhalten abzustimmen.

ENVIRONMENTAL, SOCIAL, GOVERNANCE (ESG) RICHTLINIE

I. Vorwort

ESG steht für „Environmental (Umwelt), Social (Soziales) Governance (Unternehmensführung)“. Es beschreibt den freiwilligen Beitrag zu einem nachhaltigen Management, welches über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht. Es soll als Grundlage dienen ökologische und soziale Kriterien in der Unternehmenstätigkeit zu integrieren und deren Fortschritt zu messen, welche in der Regel nicht durch finanzielle Kennzahlen widergespiegelt werden kann.

vitronet und alle Unternehmen die der vitronet Gruppe angehören, verpflichtet sich die Strategie des nachhaltigen Wirtschaftens und der gesellschaftlichen Verantwortung in seiner Unternehmensführung zu verankern. Zu diesem Zweck hat vitronet eine ESG Richtlinie entwickelt, die einen Handlungsrahmen für alle Mitarbeiter, Subunternehmen und Lieferanten der vitronet Gruppe vorgibt.

Es sollte jedoch anerkannt werden, dass die Richtlinie nicht jede mögliche Situation abdecken kann, deshalb ist die aktive Beteiligung und das Engagement auf allen Unternehmensebenen sowie das eigenverantwortliche Handeln aller Mitarbeiter entscheidend für das Erreichen unserer ESG-Ziele.

vitronet ist der Meinung, dass nur wer nachhaltig (mit Hinblick auf ökologische, soziale und ökonomische Gesichtsprunkt) wirtschaftet, auch auf Dauer erfolgreich sein wird.

Die folgenden Themen werden von vitronet als die wichtigsten ESG Themen erachtet denen man als Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt gegenübersteht:

II. Umwelt

vitronet erkennt an, dass die Geschäftstätigkeiten Auswirkungen auf die Umwelt haben. Deshalb ist vitronet fest entschlossen die Auswirkungen soweit wie möglich zu minimieren und wenn möglich zu vermeiden. Diese Verpflichtung soll zum einem durch die Sicherstellung der Einhaltung geltender Umweltgesetzgebungen und zum anderen durch die Verpflichtung zu einem schonenden und sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen erreicht werden. Letzteres soll durch die folgenden Maßnahmen unterstützt werden:

  • vitronet ist bestrebt den CO2-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Zur Senkung des Energieverbrauchs, werden Mitarbeiter ermutigt unnötigen Energieverbrauch bei der Arbeit im Büro zu vermeiden. Außerdem erhalten Mitarbeiter im Rahmen des Einführungstages für neue Mitarbeiter eine Unterweisung im energiesparendem Autofahren.
  • In vitronet`s Büros wird eine strikte Recyclingpolitik verfolgt.
  • Bei der Beschaffung von Verbrauchsgütern achtet vitronet stets auf Nachhaltigkeitskriterien. Dazu beitragend reduziert vitronet die Papierdokumentation auf ein Minimum, und wo möglich wird FSC zertifiziertes Papier verwendet.
  • Geschäftsreisen werden bei vitronet auf ein Minimum reduziert. Stattdessen werden alternative Kommunikationskanäle wie z.B. Telefon- und Videokonferenzen bevorzugt. Dies ist nicht nur umweltverträglicher, sondern minimiert auch das Risiko reisebedingter Unfälle.
III. Soziales

1. Arbeitssicherheit und Schutz der Gesundheit

Gesunde und motivierte Mitarbeiter sind das wertvollste Kapital für vitronet. Deshalb ist die Gewährleistung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, im Büro und auf der Baustelle, eine der höchsten Priorität für uns. Dies betrifft nicht nur die Mitarbeiter von vitronet, sondern schließt auch die Mitarbeiter von Subunternehmen und Lieferanten ein.

  • vitronet beschäftigt einen externen Arbeitssicherheitsanbieter, der bei der Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, die Beurteilung von Gefährdungspotenzialen, ein umfassendes Risikomanagement sowie die Gestaltung eines gesunden Arbeitsumfelds unterstützt.
  • Mit Hinblick auf Arbeitssicherheit werden regelmäßig Schulungen im eigenen Unternehmen durchgeführt, sowie durch externe Einrichtungen (insbesondere auf Baustellen) ergänzt. Schulungen und Trainings werden nicht ausschließlich nur für vitronet Mitarbeiter angeboten, sondern auch für die Mitarbeiter der Subunternehmen. Dies führte unter anderem auch dazu, dass die Unfallrate seit einigen Jahren rückläufig ist.
  • Darüber hinaus sind die Standorte der vitronet Projekte GmbH in Essen, Nürnberg und Westerrönfeld nach dem SCC***-Standard (Sicherheits-Certifikat-Contraktoren) zertifiziert, welches auch die wichtigen Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz abdeckt. Darüber hinaus ist der Standort der Dankers Bohrtechnik GmbH in Fredenbeck nach dem AMS-Standard (Arbeitsschutz mit System) zertifiziert.
  • Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, bietet vitronet seinen Mitarbeitern an allen Standorten Obstkörbe an, um eine gesunde Ernährung im Büro zu fördern.

2. Stakeholder Engagement

vitronet erkennt an, dass die Mitarbeiter und Kunden für den Erfolg und das Wachstum der Geschäftstätigkeit von grundlegender Bedeutung sind.

  • Mitarbeiterzufriedenheit: Durch eine faire Entlohnung, angemessenen Prämien und einer ausgeglichenen Work and Life Balance entsprechend der gesetzlichen Richtlinien und der Schaffung eines diskriminierungsfreien Arbeitsumfelds möchte vitronet einen positiven Einfluss auf das Leben der Mitarbeiter haben.
  • Mitarbeiterengagement: vitronet verpflichtet sich dazu, Mitarbeiter in die Unternehmensentwicklung einzubeziehen und ein Umfeld zu schaffen, das Mitarbeiter befähigt, sich voll und ganz an der Entwicklung des Unternehmens und seinen Werten zu beteiligen und einen effektiven Beitrag zu leisten. Eine Plattform bieten z.B. von vitronet veranstaltete Kamingespräche und Unternehmens-Frühstücke, in denen Mitarbeiter und Management die Gelegenheit haben sich auszutauschen. 
  • Mitarbeiterentwicklung: vitronet unterstützt die Weiterentwicklung von Mitarbeiter mit Hinblick auf persönlichen sowie beruflichen Fähigkeiten. Außerdem soll sichergestellt werden, dass Mitarbeiter die technischen Fertigkeiten und fachlichen Fähigkeiten erwerben, die sie benötigen, um ihren individuellen Karriereweg voranzutreiben und den Wettbewerbsvorteil des Unternehmens zu erhalten und zu steigern.
  • Kundenzufriedenheit: vitronet verfolgt konsequent das Ziel, die Bedürfnisse der Kunden zu jeder Zeit zu erfüllen. Dies beinhalten unter anderem den Kunden stets mit Respekt und Fairness entgegenzutreten, um die ausgezeichnete Kundenzufriedenheit aufrechtzuerhalten.

3. Lieferketten und Kontraktorenmanagement

  • Bei der Auswahl von geeigneten Subunternehmen und Lieferanten werden neben Qualitätsmerkmalen stets Arbeitssicherheitsrelevante Aspekte in den Vordergrund gestellt. vitronet hat für die Identifikation von geeigneten Subunternehmen und Lieferanten einen Kriterienkatalog entwickelt.
  • Alle Mitarbeiter von Subunternehmen erhalten die benötigten Einweisungen auf den Baustellen, um die Arbeitssicherheit und den Schutz am Arbeitsplatz zu gewährleisten, dies beinhaltet auch das Tragen von angemessener Persönlichen Schutzkleidung bei der Arbeit.
  • vitronet verlangt von allen Subunternehmern, dass an alle Mitarbeiter der Mindestlohn gemäß der deutschen Rechtsgrundlage bezahlt wird. Außerdem muss der Subunternehmer sicherstellen, dass alle Mitarbeiter legal beschäftigt sind und im Besitz einer gültigen Krankenversicherung sind und bestätigt dies auf Verlangen von vitronet schriftlich.
IV. Unternehmensführung
  • Anti-Bestechung und Korruption: Für das Fortbestehen der geschäftlichen Tätigkeiten und dem Unternehmenserfolg ist es für vitronet unerlässlich immer ethisch und ehrlich zu handeln. Diese Verpflichtung wird durch den vitronet Code of Conduct untermauert und weiter ausgeführt.
  • vitronet erkennt an, dass Kundendaten und deren Nutzung eines der wichtigsten Hilfsmittel für das unternehmerische Fortbestehen und der Weiterentwicklung sind. Um sicherzustellen, dass Daten vertraulich und rechtmäßig behandelt werden ergreift vitronet eine Vielzahl von Maßnahmen. Die Maßnahmen um Datensicherheit und Datenschutz zu gewährleisten sind in vitronet’s Code of Conduct herausgearbeitet.
V. Überwachung und Berichterstattung
  • Um die wichtigsten ESG-Fragestellungen und Themen anzugehen, sichtbar zu machen, sowie deren Fortschritt zu verfolgen, hat vitronet eine Reihe von ESG-Initiativen implementiert, welche regelmäßig an den Vorstand berichtet werden.
  • Die Gesamtverantwortung für das Management von ESG-Themen liegt bei den Geschäftsführern von vitronet.

*Zur Vereinfachung der Lesbarkeit haben wir im Folgenden die männliche Form gewählt. Es wird hiermit jedoch hingewiesen, dass immer Männer und Frauen angesprochen sind.